10 Dinge, die wir im Februar nicht sehen wollen
Kein Wunder, dass man so einen Monat gerne schnell hinter sich gebracht wissen möchte. Damit der Februar ohne weitere Vorfälle abgehakt werden kann, haben wir zehn Dinge aufgelistet, die wir zum Zwecke einer reibungslosen Passage des Februars in ihm nicht sehen möchten.
- Neue Opel-Modelle. Traurig war es, als Opel fast pleite ging. So ein Traditionsunternehmen! Was wir wollen, ist das sichere Wissen, dass Opel besteht, damit wir den Konzern im Hinterkopf ruhig schlummern lassen können. Neue Modelle, die sich gut oder schlecht verkaufen, reißen nur alte Wunden wieder auf.
- Erfolge für deutsche Tennisspieler. Es ist Deutschen zwar möglich, gut Tennis zu spielen, jedoch nicht besser als etwa die Bewohner anderer Länder. Das ist auch vollkommen okay, denn die Tennisfähigkeiten der Deutschen sind gut genug, damit niemand sterben muss. Besser brauchen sie nicht zu sein. Dann kann der Nachrichtensprecher auch schneller zum Wetter überleiten.
- Wetterlagen ohne die Vorsilbe „Jahrhundert-“. Das Wetter ist extrem und das schon seit einigen Jahren. Wir können mittlerweile Winter verkraften, in denen die Temperaturunterschiede zwischen heute und morgen so sind wie einstmals nur die zwischen drinnen und draußen. Von einer russischen Banja. Bitte, Februar, erspare uns ein Wetter, das die Klimawandelleugner aufweckt. Dann lieber heiter bis jahrhundertwolkig.
- Apartheid. Apardheid ist eine menschenverachtende, rassistische Staatsform. Wir wollen sie im Februar nicht sehen.
- Neue Geschmacktsrichtungen von Beck's. Das Erste war eigentlich schon ausreichend.
- Die Entdeckung neuer Erdteile. Der Februar ist es einfach nicht wert, dass etwa eine Inselgruppe im Südpazifik nach ihm benannt wird. Nicht, dass wir die Entdeckung neuer Erdteile in diesem Februar erwarten würden; wir wollten nur sicher gehen.
- Die Entdeckung eines neuen Elements im CERN in der Schweiz. Siehe Nr. 6.
- Promi-Hochzeiten. Was haben wir gefeiert, als die Briten 1918 den Ersten Weltkrieg gewannen, denn das bedeutete: Sie konnten ihr Königshaus behalten und uns standen alle 30 Jahre herzzerreißende Hochzeiten ins Haus. Im Sommer ist es wieder so weit. Wer jetzt noch schnell vorher heiratet, könnte als Trittbrettfahrer gesehen werden. Also haltet euch zurück, ihr einflussreichen Familien, all ihr Hannovers und Thurn und Taxen, ihr Kennedys, Kaulitz' und Altintops.
- Ein erneuter Korea-Krieg. Nordkorea ist das vielleicht unberechenbarste Land der Welt. Pjöngjang hat Atomwaffen sowie die Marschflugkörper, um damit die Hauptstädte der verhassten Feinde Südkorea und Japan zu erreichen. Die Mischung aus Monarchie, Absolutismus und Kommunismus führt zu einer hochgefährlichen ideologischen Interferenz. Das Land hat geschätzte 20 Millionen Soldaten und Reservisten. Im Februar ist es dort schweinekalt. Im März ist es wärmer.
- Knut. Knut ist unnötig groß geworden. Er ist nicht mehr der Knut aus „Kevin allein zu Haus“. Knut wird langsam geschlechtsreif und pubertierende Kinderstars sind optisch ekelig und sozial unerträglich. Bald wird Knut versuchen, auf Sat 1 eine zweite Karriere zu starten und bei Raab-Sportevents mitmachen. Hoffentlich lässt er uns wenigstens noch einen Februar des Friedens.













